Eine Familie ist ein System, in dem alle Familienmitglieder so miteinander verbunden sind, dass eine Veränderung bei einem Systemmitglied eine Veränderung im gesamten System Familie nach sich zieht.
Der UN-Kinderrechts-Konvention folgend haben Kinder, die sich eine eigene Meinung bilden können, das Recht, diese Meinung in den sie berührenden Themen zu äußern und ihre Meinung sollte – Alter und Reife angepasst – Berücksichtigung finden. Gleichzeitig stehen emotional und gesetzlich das Wohl und der Schutz des Kindes an erster Stelle.
Das juristische Verfahren hat z.B. bei Umgangsfragen ein System entwickelt, welches versucht, die Rechte der Kinder auf Meinungsäußerung und Schutz zu berücksichtigen.
Wie wollen wir Mediatoren_innen in Familienmediationen mit dem Einbezug der Kinder umgehen? In dieser Fortbildung setzen wir uns mit der Frage auseinander, inwiefern Kinder in der Mediation zu Wort kommen und ihre Gefühle und Bedürfnisse als Ressource für eine konsensuale und befriedende Lösungsfindung nutzbar gemacht werden können. Wann könnte es Sinn ergeben, die Kinder aktiv einzubeziehen und wie bleiben die Eltern in Ihrer Rolle als Verantwortungsträger und die Kinder geschützt vor Loyalitätskonflikten oder Verantwortungsübernahme?
Inhalte
Indikationen und Ziel für den Einbezug von Kindern in die Mediation
Chancen und Risiken des Einbezugs
Formen des Einbezugs von Kindern
Voraussetzungen für den Einbezug von Kindern
Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern und in Familien
Struktur, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Einbezugs
Zertifizierung
Sie erhalten am Ende des Seminars eine Teilnahmebescheinigung, die nach §3 der Verordnung über die Ausbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) als Fortbildung zur Zertifizierung im Umfang von 7 ½ Zeitstunden genutzt werden kann.