Durch die Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg kann eine Kommunikation gefördert werden, deren Basis die bewusste, ehrliche und klare Artikulation unserer Wahrnehmung, Gefühle und Bedürfnisse sind. Gewaltfreie Kommunikation verbessert den zwischenmenschlichen Respekt, das gegenseitige Zuhören und die Empathie. Rosenberg unterscheidet vier Komponenten der Gewaltfreien Kommunikation, die sowohl beim Artikulieren als auch beim empathischen Aufnehmen von Informationen hilfreich sind:
- Beobachtungen
- Gefühle
- Bedürfnisse
- Bitten
Zunächst solle beobachtet werden, was in einem Moment (Handlung/Situation), der unser Wohlbefinden beeinträchtigt, passiert. Diese Beobachtung wird ohne Bewertung kommuniziert. Darauffolgend wird wiedergegeben, welche Gefühle die Handlung/Situation in uns auslöst, sowie welche Bedürfnisse hinter den Gefühlen stehen. Abschließend kommuniziert eine spezifische Bitte, was wir von der anderen Person wollen, sodass die Situation für beide besser wird.
Für das empathische und respektvolle Zuhören bedarf es einer Präsenz, die die vollständige Aufmerksamkeit auf das Gegenüber legt, ihm/ihr Raum und Zeit gibt, sich vollständig auszudrücken und sicherzugehen, dass er/sie verstanden wurde. So können die Beobachtungen, Gefühle, Bedürfnisse und Bitten der Anderen Person erfahren werden.
Anwendung findet Gewaltfreie Kommunikation in vielen Bereichen, beispielsweise in Beziehungen, der Schule, Organisationen, Beratungen, Verhandlungen, zwischenmenschlichen Konflikten und Mediation.
Vergleiche Literatur:
Rosenberg, M. B. (2016). Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens (12. Auflage). Junfermann Verlag.