Die Positive Psychologie hat ihre ersten Ursprünge in der humanistischen Psychologie. Diese entwickelte sich in den 1950er Jahren als dritte Kraft der Psychologie neben der Psychoanalyse und dem Behaviorismus. Bekannte Vertreter der humanistischen Psychologie sind Carl Rogers und Abraham Harold Maslow. Während der Behaviorismus, sowie die Psychoanalyse einen starken Fokus auf die Heilung psychischer Erkrankungen legte, zielte Maslow darauf ab, den Geist, die Funktionen, Lebensweisen und Lebensziele des gesunden Menschen zu untersuchen.
Martin Seligman prägte die Positiven Psychologie seit den 1990ern mit seinen wissenschaftlichen Forschungen. Seiner Ansicht nach solle Positive Psychologie herausfinden, welche Aspekte ein lebenswertes Leben ausmachen und dabei helfen, ein subjektives, positives Wohlbefinden aufzubauen. Zentrale Themen der Positiven Psychologie sind nach Seligman Wohlbefinden, Zufriedenheit, Optimismus, Flow, Mut, zwischenmenschliche Kompetenz, Beharrlichkeit, Vergebung, Zukunftsorientierung, Verantwortung, Toleranz und Arbeitsethik.
Zusammengefasst: „Positive Psychologie ist die Lehre von den Bedingungen und Prozessen, die zum Gedeihen oder optimalen Funktionieren von Menschen, Gruppen und Institutionen beitragen.“ (Gable & Haidt, 2005, S. 104).
Vergleiche Literatur:
Buhler, C. (1971). Basic theoretical concepts of humanistic psychology. American Psychologist, 26(4), 378–386.
Gable, S. L., & Haidt, J. (2005). What (and why) is positive psychology?. Review of General Psychology, 9(2), 103-110.
Seligman, M. E. (2019). Positive psychology: A personal history. Annual review of clinical psychology, 15(1), 1-23.