Die Didaktik beschäftigt sich mit der Gestaltung von Lehr-/Lernprozessen, mit dem Ziel der Verbesserung von Lernprozessen durch wirksame Lehre. Somit ist die Didaktik Gegenstand einer Wissenschaft, im Sinne der Identifizierung von Bedingungen guten Lernens und Lehrens. Zudem ist Didaktik praxisorientiert, das heißt, didaktisches Handeln kann praktisch erlernt und verbessert werden.

Mit dem Modell des didaktischen Dreiecks werden die drei Komponenten der Didaktik beschrieben: 1.) es gibt eine Lehrende Person, 2.) es gibt einen Lerninhalt (Was?), 3.) es gibt ein Individuum, oder eine Gruppe, das/die lernt/lernen.

Die Allgemeine Didaktik unterscheidet sich von den Fachdidaktiken, die sich jeweils auf ein Unterrichtsfach oder einen Lernbereich beziehen. Allgemeine Didaktik analysiert generelle Prinzipien des Unterrichtens und von Lehrprozessen (Ziele, Inhalte, Methoden) unabhängig von der Institution in der gelehrt wird (Schule, Hochschule, Erwachsenenbildung) und dem Fach in dem gelehrt wird.

Historisch gesehen entwickelten sich verschiedene Ansätze und Theorien der Didaktik:

  1. Die Bildungstheoretische Didaktik basiert auf dem Bildungsbegriff der geisteswissenschaftlichen Pädagogik. Dementsprechend bildet sich das Individuum durch Auseinandersetzung mit seiner kulturellen Umwelt produktiv selbst. Bildungsinstitutionen bieten durch vorbereites Material bildungsrelevante kulturelle Inhalte an. Die Individuen können diesen Inhalten somit begegnen und diese zur Bildung der eigenen Person nutzen.
  2. Die Lehr-lerntheoretische Didaktik basiert auf der empirisch-analytischen Erziehungswissenschaft und zielt darauf ab, Lernprozesse zu optimieren. Dementsprechend wird Unterricht gezielt geplant und mit spezifischen Methoden und Medien umgesetzt. Letztlich wird das Erreichen vorher definierter Lernziele durch Überprüfungen überwacht, sodass weitere Lernprozesse gegebenenfalls optimiert werden können.
  3. Zentral in der Kommunikativen Didaktik ist die Kommunikation/Interaktion mit ihren Gesprächsmustern und Regeln. Basierend auf der Reformpädagogik zeichnet sie sich durch ein symmetrisches Verhältnis zwischen Lehrenden und Schüler_innen und somit durch Partizipation aus. Methoden der Kommunikativen Didaktik sind Gruppenunterricht, Projektlernen und schülerpartizipative Gestaltung.
  4. Nach dem radikalen Konstruktivismus existiert keine objektiv wahrnehmbare Realität. Vielmehr konstruieren Individuen durch Erfahrungen Schemata in denen individuell konstruiertes Wissen über die Welt repräsentiert ist. Praktisch geht es in der Konstruktivistischen Didaktik um die Konstruktion, Rekonstruktion und Dekonstruktion von Inhalten durch selbstständiges Lernen, problemorientiertes Arbeiten und kooperatives Lernen.

Vergleiche Literatur:

Lehner, M. (2019). Didaktik. utb GmbH.

Terhart, E. (2019). Allgemeine Didaktik–didaktische Modelle. Handbuch Schulpädagogik, 409-417.

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