1. Die Kontextorientierung meint, dass Themen oder Verhaltensweisen erst in bestimmten Kontexten (Zusammenhängen) ihr Konfliktpotential entfalten. Verhalten kann objektiv kontextabhängig sein, d.h. Verhalten ist in bestimmten Situationen angemessen, in anderen wiederum nicht und kann somit zu Konflikten führen. Darüber hinaus haben beide Konfliktparteien eigene Definitionen von Konflikten, ihrem Ursprung und den dazugehörigen Kontexten.
  2. Die Kompetenz- und Ressourcenorientierung betont, dass die Mediatorinnen und Mediatoren stetig die Kompetenzen und Ressourcen, also die positiven Seiten der Konfliktparteien fokussieren sollen. Hierdurch erlangen die Konfliktparteien wieder einen Zugang zu ihren eigenen Kompetenzen, werden kommunikations-, reflexions- und handlungsfähig, wodurch sie als Expert_innen ihrer Selbst- und Weltsicht eigenständig Lösungen für den Konflikt entwickeln können.
  3. Mit der Lösungsorientierung ist die Fokussierung auf die Diskrepanz zwischen unerwünschtem Ist-Zustand und erwünschtem Soll-Zustand gemeint. Indem der Fokus auf die gewünschte Richtung gelegt wird, können Lösungsideen, um diesen Zustand zu erreichen, durch die Konfliktparteien entwickelt werden.

Frohn, D. (2016). Mediation: ein humanistisch-systemisches Verfahren – bewährt in klassischen und hilfreich in innovativen Kontexten. Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung, 2(16), 73-78.

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