Die Komponenten der Kommunikationstheorie von Schulz von Thun sind ein_e Sender_in (möchte mitteilen), ein_e Empfänger_in (entschlüsselt das Mitgeteilte) und eine Nachricht, die vier Seiten hat. Diese vier Seiten können sowohl durch den/die Sender_in vier Aspekte kommunizieren (vier Schnäbeln), bei dem/der Empfänger_in wiederrum können vier Aspekte wahrgenommen werden (vier Ohren). Die Aspekte nach Schulz von Thun sind:
- Sachinhalt à ein Thema über das informiert werden soll (Sachverhalte)
- Appell à bei dem/der Empfänger_in soll etwas erreicht werden; Aufforderung an den/die Empfänger_in (Bewirkung)
- Beziehungsmitteilung à wie der/die Sender_in die Beziehung zu dem/der Empfänger_in versteht
- Selbstoffenbarung à Kundgabe über das Selbst des/der Senders/Senderin (sowohl gewollte Selbstdarstellung als auch unfreiwillige Selbstenthüllung)
Durch Feedback kann der/die Empfänger_in klarstellen, welche Mitteilung bei ihm/ihr angekommen ist, sodass der/die Sender_in erkennt, ob die Sendeintention mit dem Empfangenen übereinstimmt.
Ziel von Schulz von Thun ist es, Schwierigkeiten und Missverständnisse zwischen Sender_in und Empfänger_in in der zwischenmenschlichen Kommunikation aufgrund verschiedener gesendeter/empfangener Aspekte, aufzudecken. Dahinter steckt das humanistische Ziel funktionierende zwischenmenschliche Kommunikation zu ermöglichen.
Vergleiche Literatur:
Frindte, W., & Geschke, D. (2019). Lehrbuch Kommunikationspsychologie. Beltz Juventa.
Von Thun, F. S. (2013). Miteinander reden 1: Störungen und Klärungen: Allgemeine Psychologie der Kommunikation. Rowohlt Verlag GmbH.