Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit des Gehirns sich basierend auf Lernerfahrungen zu verändern. Das Gehirn ist lebenslang plastisch, d.h. veränderbar in seiner Struktur und seinen Funktionen.
Die funktionelle Neuroplastizität beschreibt verstärkte oder abgeschwächte Aktivierungen zwischen Nervenzellen. Demgegenüber gehen bei der strukturellen Neuroplastizität Modifikationen der grauen Substanz (Zellkörper der Nervenzellen) und der weißen Substanz (Axone & Gliazellen) einher. Ein Axon ist der Fortsatz des Zellkörpers, der Informationen weiterleitet, Gliazellen sind vielfältig und haben unter anderem stützende Funktionen für die Neuronen.
Vergleiche Literatur:
Jäncke, L. (2021). Lehrbuch Kognitive Neurowissenschaften (3., aktualisierte und ergänzte Aufl.). Hogrefe.
Pinel, J. P. J., Barnes, S. J., Pauli, P., & Gamer, M. (2024). Biopsychologie (11., aktualisierte Aufl.). Pearson Deutschland.