Die Verhaltensprävention ist Teil des Präventionsmanagement im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung. Der Fokus der Verhaltensprävention liegt auf dem Individuum und der Stärkung seiner eigenen Gesundheitskompetenz und des Gesundheitsverhaltens. Durch die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten rund um das gesundheitsförderliche individuelle Verhalten, kann folglich das individuelle Gesundheitsverhalten gefördert und die Wahrscheinlichkeit des Entstehens von Volkskrankheiten gemindert werden.
Konkrete Verhaltenspräventionen sind Aufklärung und Beratung (Informationsvermittlung) hinsichtlich Ernährung, Abhängigkeiten, Belastungen (Stress, Leistungsdruck, familiäre Konflikte, Isolation) und somatischen / psychischen Erkrankungen.
Auch sogenannte Gesundheitsförderungsprogramme (Training) können hier dazugezählt werden. Ziele dieser Programme sind die Verbesserung der körperlichen (Sport), wie psychischen Verfassung (Stressbewältigungsstrategien / Entspannungsverfahren).
Wichtig ist, dass das erlangte Wissen / die erlangte Kompetenz auch in konkretes Verhalten umgesetzt wird. Träges Gesundheitswissen meint Wissen, dass sich jedoch nicht in Verhalten niederschlägt und somit nicht unbedingt zur tatsächlichen Verbesserung des individuellen Gesundheitszustands beiträgt.
Vergleiche Literatur:
Treier, M. (2023). Betriebliches Gesundheitsmanagement: Ein Lehrbuch für Bachelor- und Masterstudierende sowie Berufstätige. Springer
Uhle, T., & Treier, M. (2019). Betriebliches Gesundheitsmanagement: Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt – Mitarbeiter einbinden, Prozesse gestalten, Erfolge messen (4. Aufl.). Springer.